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Rindfleisch aus Sachsen (Vogtland)

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    Touristische Regionen Sachsen Diese Darstellung zeigt den Freistaat Sachsen sowie die touristischen Regionen Sachsens. Hervorgehoben sind die Regionen in denen die Spezialität beheimatet ist. In diesem Fall ist die Spezialität Rindfleisch aus Sachsen (Vogtland) beheimatet in Vogtland.

    Das bekannteste Rindfleisch aus Sachsen stammt von einer bedrohten Nutztierrasse, dem Rotvieh aus dem Vogtland. Bei dieser Rasse handelt es sich um ein mittel­großes, einfarbig rotes bis rotbraunes Rind mit hellem Flotzmaul. Die Rasse ist seit dem 18. Jahrhundert bekannt und wurde durch Einkreuzung von rotem Landvieh heraus­ge­züchtet.

    Das Rind aus dem Vogtland auf einen Blick:

    • Diese vielseitige Rasse wurde wegen ihrer Zugkraft, dem hohen Milchertrag und der hervorragenden Fleischqualität gezüchtet.
    • Seit 1989 steht das Tier auf der Roten Liste bedrohter Nutztierrassen.
    • Geringe Bestände findet man heute vor allem noch im sächsischen Vogtland und im Erzgebirge.

    Geschichte des Rotviehs aus dem Vogtland

    Rotvieh wurde im Vogtland ursprünglich als Dreinut­zungsrind gezüchtet (Zugkraft, Milch, Fleisch). Es war hervor­ragend an die harten klimatischen Bedingungen im oberen Vogtland angepasst. Die Ochsen dieser Rasse waren in ganz Deutschland wegen ihrer Zugkraft und Arbeits­leistung gefragt. Sie wurden auch als Vollblut unter den Arbeits­rindern bezeichnet.

    Das Vogtlän­dische Rotvieh war bis Mitte des 19. Jahrhunderts die vorherr­schende Rinderrasse im oberen Vogtland. Dann wurde es wegen veränderter Zuchtziele mehr und mehr durch andere Rassen verdrängt. 1897 wurde eine Herdbuch­ge­sell­schaft für das Vogtlän­dische Rotvieh gegründet. Dieses Herdbuch war das erste in Sachsen. Sie sollte zum Erhalt der Rasse beitragen, konnte die Verdrängung aber nicht verhindern.

    1989 wurde von Mitarbeitern des Vogtlän­dischen Bauern­museums versucht, die Rasse Vogtlän­disches Rotvieh vor dem Aussterben zu bewahren.1991 wurde ein Verein „Vogtlän­disches Rotvieh“ gegründet und der Freistaat Sachsen gewährt Förder­mittel für die Aufzucht und Haltung. Trotzdem steht die Rasse auf der Roten Liste der bedrohten Nutztier­rassen.

    Die Rasse eignet sich für die ganzjährige Freiland­haltung und ist gut geeignet für eine tierge­bundene Landschafts­pflege in Hang- und Mittel­ge­birgslagen. Milchleis­tungen bis zu 5.000 kg pro Kuh und Jahr gewähr­leisten eine sehr gute Kälber­aufzucht. Gerade dieses spezielle Rindfleisch aus Sachsen hat eine sehr gute Qualität, ist fein faserig und fein marmoriert. Es eignet sich hervor­ragend für die Zubereitung von sächsischem Sauerbraten. Im sächsischen Königshaus wurde das Fleisch des Rotviehes aus dem Vogtland als Delikatesse geschätzt. Die geringen Bestände heute stehen überwiegend im sächsischen Vogtland um Plauen, Treuen, Ölsnitz, Markneu­kirchen und im Erzgebirge.

    Genuss des Rindfleisches vom Rotvieh aus dem Vogtland

    Das hochwertige Rindfleisch aus Sachsen und die hervor­ra­genden Wurstwaren vom Rotvieh aus dem Vogtland können nur bei Direkt­ver­marktern oder ausgewählten Fleischereien der Region gekauft werden. Grund für einen Besuch in der Region, um die schönen Tiere zu bewundern und diese Spezialität für Zuhause einzukaufen.

    Kontaktdaten:

    Sächsisches Landesamt für Umwelt, Landwirt­schaft und Geologie Postfach 54 01 37
    01311 Dresden

    Telefon:  +49 351 2612-0
    Telefax:  +49 351 2612-1099
    E-Mail: 
    Anbieter dieser Spezialität:
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